Bereit für die Grundschule? 5 Tipps für Eltern

Machst Du Dir Sorgen, dass Dein Kind dem Grundschulalltag noch nicht gewachsen ist? Vielleicht hat es noch gar nicht alles gelernt, was es für den Schulstart braucht? Du brauchst keine Angst zu haben! Die meisten Dinge lernen die Kleinen bereits im Kindergarten. Ein paar Fähigkeiten kannst Du aber im Speziellen fördern. Ich verrate Dir, was wichtig ist und wie es geht.

Fit für die Grundschule

Fit für die Grundschule: So bereitest Du Dein Kind vor

Neben Schultüte, Schulranzen, Stiften und Heften ist es wichtig, Deinen Schatz auch innerlich auf die Grundschule vorzubereiten. Denn Dein Kind muss sich nun einer großen Veränderung in seinem Leben stellen. Stillsitzen, Zuhören und konzentriertes Arbeiten sind nur einige kleinere und größere Herausforderungen. Dementsprechend reagiert Dein kleiner ABC-Schütze möglicherweise verunsichert: Traut er sich, sich zu melden? Hält er Kritik gut aus und kommt er mit seinen Klassenkameraden gut zurecht?

Weitaus wichtiger als vor der Schule bereits Rechnen, Lesen und Schreiben zu können, sind abstrakte Fähigkeiten wie Geduld, Konzentration, Selbstständigkeit, Selbstvertrauen und Verantwortungsbewusstsein. All diese gilt es gezielt vor der Einschulung zu üben.

Ich habe hier ein paar Fähigkeiten und Kompetenzen zusammengestellt, welche Du bereits vor der Grundschule im Alltag trainieren kannst.

1. Selbstständigkeit und Verantwortung

Plötzlich ist Dein Kind in der Schule und in großem Maße für sich selbst verantwortlich: Das Federmäppchen muss gepackt, die Hausaufgaben erledigt und der Ranzen vorbereitet werden. Die Jacke darf nicht hängenbleiben und die Sportschuhe müssen zurück in den Turnbeutel. Aber nicht nur die Eigenverantwortung ist wichtig. Auch wenn ein Klassensprecher gewählt und das Geld für die Milchtüten eingesammelt wird, ist es von Vorteil Verantwortung für andere zu übernehmen.
Damit Dein Kind zu einem/r verantwortungsbewussten Schüler/in heranwächst, ist es wichtig, dieses Bewusstsein zu üben. Gib Deinem Kind leichte Aufgaben im Haushalt, Blumengießen oder den Tisch zu decken z.B. Lass Deinen Sprössling doch auch mal die Kleidung für den nächsten Tag bereitlegen, alleine Brötchen holen gehen oder übt zusammen das Schleifenbinden. Ein Stück mehr Eigenverantwortung lernt Dein Kind auch auf dem Schulweg: Fahrt ihn doch schon vor Schulbeginn ab, sodass Dein Kind ihn beizeiten alleine bestreiten kann. Erläutere Gefahrenquellen und gib ihm wichtige Hinweise im Umgang mit Passanten mit: Nicht mit Fremden gehen! Dein Kind sollte in der Lage sein, den Schulweg von Anfang an allein zu beherrschen. Lass es zur Probe allein laufen oder fahren und erwarten Sie es an der Schule.

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2. Körperbeherrschung und Feinmotorik

Über die gesamte Kindheit bilden sich die motorischen Fähigkeiten aus. Diese werden auch in der Schule benötigt. Nicht nur beim Sportunterricht, sondern auch beim Spielen auf dem Pausenhof, beim Basteln im Kunstunterricht oder beim Schreiben spielt Motorik eine grundlegende Rolle. Deshalb ist es von enormer Wichtigkeit, diese gezielt bereits in früher Kindheit zu üben: Seilspringen, Fahrradfahren, Balancieren und Klettern – setze Deinem Kind keine Grenzen bei Bewegungsspielen. Gehe regelmäßig auf den Spielplatz. Seid auch zusammen aktiv, macht Ausflüge oder geht schwimmen.
Um feinmotorische Fertigkeiten zu schulen, solltet ihr zusammen basteln, kneten, malen. Auch das Benutzen von Messer und Gabel, das Zähneputzen und das Schleifenbinden sowie das Ausmalen von Bildern sollten normale Dinge im Alltag sein.

3. Geduld und Aufmerksamkeit

Lange stillsitzen, nicht zappeln und ruhig sein – das schafft mein Kind nie! Aber keine Sorge, die Grundschulen von heute sind nicht mehr so streng wie früher. Heute dürfen Kinder, die ja einen ausgeprägten Bewegungsdrang haben, auch in der Stunde mal aufstehen und sich frei bewegen. Trotzdem sind Geduld, Konzentration und Aufmerksamkeit die Basis für konzentriertes Lernen. Um diese Fähigkeiten zu trainieren, nutze Geduldsspiele, wie Perlenauffädeln, Basteln oder Rätselspiele. Alle Spiele, die Durchhaltevermögen bedürfen, eignen sich bestens, z.B. Puzzlen oder Memory. Positiv wirkt sich aber auch immer das Vorlesen aus. Das läuft nach dem Motto “erst beende ich den Satz, dann bist du dran”.
Und auch im Alltag solltest Du feste Regeln integrieren: Die Zähne sind erst nach 3 Minuten fertig geputzt, der Tisch erst sauber, wenn auch der letzte Krümel weg ist und es wird erst gespielt, wenn eine Aufgabe auch wirklich erledigt ist. Ebenso helfen Tischregeln wie Stillsitzen und das gemeinsame Essen beim Üben von Geduld.

4. Kritikfähigkeit und Motivation

Zum Leben gehört auch das Verlieren mal dazu. Mit Rückschlägen umzugehen und nicht gleich die Motivation an etwas zu verlieren, sind grundlegende Fähigkeiten, welche bereits vor der Einschulung geübt werden sollten. Auch hier spielt die Geduld wieder eine tragende Rolle, wenn es darum geht an etwas weiterzuwerkeln, auch wenn es vielleicht keinen Spaß macht oder nicht das Lieblingsfach ist.

Sag Deinem Schützling also auch mal, wenn er etwas nicht so gut gemacht hat, aber nicht auf die Weise “Das hast du schlecht gemacht!”, sondern mit einem Ratschlag zur Verbesserung, Begründung und Ermutigung: “Du kannst das Bild noch besser ausschneiden, wenn du die Schere anders hältst, undzwar so. Versuche es doch noch einmal”. Und auch beim Spielen “soll” Dein Kind ruhig einmal gegen andere verlieren. Zeige ihm auf, dass eine Niederlage nichts “Schlimmes” ist, sondern dazugehört und man aus ihr lernen kann. Eine Niederlage hilft einem genauso weiter wie ein Gewinn.

5. Emotionen und Selbstbewusstsein

Selbstbewusst über seine Emotionen und Gefühle zu sprechen, ist wichtig für das ganze Leben. Dein Kind sollte schon vor der Schule die Fähigkeit besitzen, Emotionen auszudrücken und zu äußern, aber auch selbst zu verstehen. “Das gefällt mir nicht, weil…” oder “das möchte ich gerne machen, weil…” sind z.B. Sätze, die Dein Kind können sollte.
Sprich oft selbst über Deine Gefühle und begründe diese. Halte Dich nicht damit zurück, sonst wird Dein Schatz nicht lernen, Emotionen anderer zu verstehen. Empathie wird dadurch geschult, dass das Verständnis für die andere Person geschult wird. “Das hat mich heute sehr geärgert, weil…”, “ich bin traurig, weil…” und “ich habe so gute Laune, weil” sind Äußerungen, deren zugrundeliegende Empfindungen Dein Kind schon früh nachvollziehen kann. Wenn Du Dein Schatz nach seinen Erfahrungen und Gefühlen fragst, verwende nicht nur ja/nein-Sätze oder gut/schlecht-Assoziationen. “Warum musstest du weinen?”, “worüber habt ihr so sehr gelacht?” oder “was hat dir am heutigen Tag besonders gut gefallen?” sind Fragen, die auf ausführlichere und komplexere Gefühlsäußerungen abzielen. Dein Kind wird sich als Person mit allen Ängsten, Sorgen und anderen Emotionen ernst genommen fühlen und sich über sein Selbst bewusst sein.

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