Wieso feiern wir eigentlich Weihnachten? Das ist doch eine sehr berechtigte Frage, die Du bestimmt auch schon von Deinen Kindern gehört hast. Wie wir alle wissen, hat dieser besondere Feiertag einen religiösen Ursprung. Wir erzählen Euch die Geschichte dahinter und möchten Euren Mäusen berichten, was sich damals zugetragen haben soll.

Es lebte einmal vor langer Zeit eine junge Frau namens Maria in der kleinen Stadt Nazareth. Eines Tages geschah ein außergewöhnliches Ereignis. Vor ihr erschien ein Engel im gleißenden Licht. Dieser hat eine wichtige Nachricht für sie: „Sei gegrüßt, Maria! Ich habe für Dich eine Botschaft von Gott.“ Maria traute ihren Sinnen nicht. War es wirklich möglich, dass ihr ein Engel erschienen ist. Doch tief in ihrem Inneren wusste sie, dass sie nicht träumte und wie wichtig dieser Moment für ihr restliches Leben sein würde. Sie wartete gespannt auf die weiteren Worte des Himmelsboten. „Du wirst bald den Sohn Gottes gebären. Er soll der Retter sein und dem Volk von Israel und der ganzen Welt helfen.“ Mit dem letzten Wort verschwand die Gestalt, aber Maria wusste bereits wie wichtig ihre Aufgabe war.

Als ihr Verlobter Josef von der Schwangerschaft erfuhr, war er sehr traurig. Er kam nicht als Vater in Frage, daher glaubte er seine geliebte Maria hätte einen anderen Mann gefunden. Er beschloss für sich, sie zu verlassen. Doch in der Nacht hatte er einen Traum, welcher ihm vom Gegenteil überzeugte. Auch ihm erschien der Engel und verkündete ihm: „Habe keine Angst, Maria zur Frau zu nehmen! Sie hat Dich nicht belogen, sie trägt das Kind Gottes in sich!“. Er gab ihm den Auftrag das Kind Jesus zu nennen. Als Josef erwachte, war er sehr glücklich und tat was ihm aufgetragen wurde. Er nahm Maria zur Frau und beschloss das gemeinsame Kind Jesus zu taufen.

Zur gleichen Zeit ereignete sich, dass der römische König eine Volkszählung anordnete. Dafür sollten alle Leute in ihre Heimat zurückkehren und sich in eine Liste eintragen. Josefs Heimat war Betlehem und so machte er sich mit seiner Maria auf eine lange Reise. Doch Maria war hochschwanger und der Weg sehr beschwerlich. In Betlehem angekommen, suchten die beiden einen Ort zum Übernachten.

Doch aufgrund der Volkszählung und der zahlreichen Reisenden, hatte niemand einen Schlafplatz für sie frei. Maria merkte, dass das Kind auf dem Weg war. Ein Gastwirt erbarmte sich und bot ihnen an, in einer Scheune bei den Tieren zu schlafen. In dieser Nacht wurde Marias Baby, Jesus, geboren. Deshalb nennen wir die Nacht vom 24. Auf den 25. Dezember auch die „Heilige Nacht“.


Nicht weit entfernt, hatten sich Hirten mit ihrer Schafherde niedergelassen. Als ihnen ebenfalls der Engel erschien, durchfuhr sie eine große Furcht. Der Engel aber sprach: „Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude!“ Er berichtete von der Geburt von Gottes Sohn. Die Männer konnten es kaum fassen und machten sich auf den Weg, das Wunder mit eigenen Augen zu sehen. In Betlehem angekommen, fanden sie die Familie in einem der Ställe. Die Begeisterung war groß über den Retter der Menschen. Auf ihren Rückweg erzählten sie allen Leuten die frohe Botschaft.

In dieser Nacht streifen auch Kaspar, Melchior und Balthasar durch die Landschaft. Wir kennen sie heute unter der Bezeichnung der Heiligen Drei Könige. Sie konnten die Sterne lesen und schauten oft im Himmel nach Botschaften. So kam es, dass ihnen ein besonderer Stern auffiel, und sie beschlossen ihm zu folgen. Er führte sie ebenfalls zu der Krippe, in der das kleine Kind nun schlief.

Wie die Hirten vor ihnen erkannten sie, dass der Sohn Gottes geboren wurde. Sie beschenkten ihn mit wunderbaren Gaben, darunter waren Gold, Weihrauch und Myrrhe. Es gab keinen Zweifel mehr, dass dieses Kind den Menschen nur Gutes bringen würde.

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