Giggeln & Brabbeln – Sprachentwicklung bei Kindern fördern

“Brubrubru”, “mamama” und “dadada” – die Sprachentwicklung Deines Babys beginnt schon früh. Laute und Intonationen testen Kinder zu gerne aus. Sie experimentieren und brabbeln vor sich hin, bis daraus erste Wörter und Sätze werden. Du unterstützt Dein Baby z.B. damit, dass Du viel mit ihm sprichst oder etwas vorsingst. Wie Du die Sprachentwicklung noch förderst, erfährst Du in diesem Beitrag.

Giggeln und Brabbeln sind die Basis für die Sprachentwicklung.

Wann fangen Kinder an zu sprechen?

Sprachentwicklung von Beginn an

Eltern kennen die „erste Lallphase“ in der Sprachentwicklung ab dem zweiten Lebensmonat, wenn ihr Kind mit dem Mund, außer zu saugen und sabbern, Töne wie „goo“, „grr“, „ech“ bildet. Babys beginnen bereits im Alter von vier Monaten, nach dem ersten Gurgeln und Giggeln, zu brabbeln. Ab dann verwenden sie ihre Zunge, machen Schnalzgeräusche, spielen mit Lauten und Lautstärken. Ab wann sprechen Kinder erste Worte? Viele Eltern erkennen bei ihren Lieblingen schon ab dem sechsten Monat sprachliche Intonationen; Brabbellaute ergeben aber trotzdem noch keinen Sinn. Kinder mit sechs Monaten hören zu und ahmen nach. Aus “Dadada” und “Lalala” entstehen erste Worte.

Mit etwa einem Jahr können Kinder sprechen: unzwar ein- und zweisilbige Wörter. Mit dem Fingerzeig auf Gegenstände und ersten Zwei-Wort-Sätzen beginnen Einjährige, die Welt der Kommunikation zu erobern.
Mit zwei Jahren verwenden Kinder Wörter wie “ich” und “du”, da sie sich nun als Individuum wahrnehmen. Dann können sie bis zu 50 Wörter sprechen. Etwa 15 bis 20 Prozent aller Kinder beherrschen mit zwei Jahren noch weniger Wörter, sie zählen zu den “Late Talkern”. Mit drei Jahren können sich die meisten Kinder schon richtig unterhalten. Fragen zu beantworten, komplexere Satzgebilde zu bilden, richtig zu intonieren und Satzbetonungen zu nutzen, ist nun kein Problem mehr. Generell haben Kinder beim Sprechen lernen ihr eigenes Tempo. Eltern können sie beim Üben unterstützen.

Babys erste Worte – So macht Sprechen lernen Spaß

Manche Babys brabbeln und sprechen mehr, manche weniger. Du kannst Dein Baby anregen, mehr zu brabbeln, zu üben und in seiner Sprachentwicklung zu fördern.

Viel sprechen. Rede mit Deinem Kind, wann immer es geht, z.B. auf dem Wickeltisch: „Guck mal, da ist dein Finger!“. Natürlich verstehen Babys den Sinn der Worte noch nicht. Doch wenn Mama oder Papa sprechen, ist das angenehm, vermittelt Liebe und Geborgenheit. Babys lernen außerdem anfangs vor allem durch Hören.

Viel spielen. Spielen fördert die Sprachentwicklung enorm. Ideal sind Symbolspiele: Eine Puppe schläft, kocht oder das Kuscheltier tanzt. Dabei werden die Handlungen beschrieben oder in die Rolle der Puppe geschlüpft. Kleine Kinder lernen durch Imitation – später werden daraus richtige Rollenspiele, wie “Schule spielen” oder “Mutter, Vater, Kind”. Auch Fingerspiele wie “Das ist der Daumen” eignen sich perfekt zur Förderung.

Nachplappern. mumumu, gagaga, lalala: Sobald ein Baby Laute produziert, ist es ein ernst zu nehmender Gesprächspartner. Es möchte gehört und verstanden werden. Es freut sich, wenn die Großen seine Geräusche nachahmen, und wird sich im Gegenzug mit Mamas und Papas Wörtern Mühe geben.

Zuhören. Reden ist nur sinnvoll, wenn man das Gefühl hat, dass jemand interessiert zuhört. Zuhören heißt: sich Zeit nehmen und Dein Kind beim Reden anschauen. Deshalb höre Deinem Schatz geduldig zu, auch wenn Du die Geschichte vielleicht zum 7. Mal hörst. Wenn Du einmal keine Zeit hast, kommuniziere: Ich mache kurz den Abwasch, danach kannst Du mir die Geschichte ausführlich erzählen.

Korrigieren. Auf keinen Fall solltest Du die Sätze vorzeitig vervollständigen. Auch direktes Korrigieren ist nicht sinnvoll, denn das kann Deinem Kind die Freude am Sprechen nehmen. Besser ist die sogenannte korrigierte Rückmeldung: Spricht Dein Kind noch holprig, wiederhole das Gesagte frei und spielerisch. Sagt Dein Baby zum Beispiel „Tata ham“, antworte ihm „Du willst die Tasse haben? Hier ist die Tasse.“ Zeige also, dass Du es verstanden hast – ein Erfolgserlebnis ist wichtiger als die korrekte Aussprache.

Vorlesen. Bücher sind großartig, um Sprechen zu lernen. Das Vorlesen bringt Euch zusammen und stärkt Eure Bindung. Es motiviert zum Lernen, weil Zuhören und Mitsprechen so viel mehr Spaß macht. Außerdem ist es spannend. In jedem Buch gibt es so viel zu entdecken, was beschrieben werden kann! Für die Kleinen eignen sich einfache Illustrationen wie in Alle meine Kullertiere.

Singen. Sprache ist Information, aber auch Melodie und Rhythmus. Beides lernen Sprachanfänger auch durch Lieder und Melodien zum Mitsummen. Deshalb solltest Du – ebenso wie viel Sprechen – auch Singen, Summen oder Deine Stimme verstellen, damit Dein Baby das nachahmen kann.

Spielzeuge zur Sprachentwicklung bei Meine Spielzeugkiste finden

Bücher, Figuren, Hörspiele – viele Spielzeuge tragen gezielt zur Förderung der Sprachentwicklung bei Kindern bei. Miete Spielsachen für den Zeitraum, in denen Du sie brauchst und tausche sie dann ganz einfach wieder um. Wenn ein Buch ausgelesen ist, kannst Du eine neue spannende Geschichte vorlesen – Mit Meine Spielzeugkiste wird der Spielspaß nie aufhören.

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