Kleine Träumer, große Angst –Was kann man gegen Alpträume tun?

Wenn Kinder träumen, dann tun sie das in ausschließlich großen Dimensionen. Doch leider trifft das nicht nur die guten, sondern eben auch die schlechten Träume zu. Was tut man, wenn das nächtliche Zubettgehen für Kinder zu einem wahren Alptraum wird?

„Mama, ich hab Angst“. Eben noch war alles in Ordnung. Doch schon wieder schreit und weint das Kind vor Angst. Ein Alptraum. Und der Kleine lässt sich dann kaum noch beruhigen. An ein-oder weiterschlafen ist dann meistens nicht mehr zu denken. Alpträume quälen Kinder nicht nur in der Nacht, oft sind sie so real und hartnäckig, dass sie  die schlechten Gefühle mit in den Tag nehmen. Müdigkeit, Lustlosigkeit und Traurigkeit können die Folge sein.

Leider schlafen unsere Kleinen nicht immer so ruhig. Quelle: www.istock.com/Wavebreakmedia

Leider schlafen unsere Kleinen nicht immer so ruhig.
Quelle: www.istock.com/Wavebreakmedia

 

Warum träumen wir?

Wer kennt sie nicht, die Traumdeutung oder Oneirologie des Tiefenpsychologen Sigmund Freud. Dieser war der Ansicht, dass Träume unserem Unterbewusstsein unsere intimsten Wünsche und Bedürfnisse entreißen würden. Aber was steckt wirklich dahinter?

Grundsätzlich träumen wir in der sogenannten Rapid Eye Movement Schlafphase, abgekürzt REM Schlaf, in der sich unsere Augenlider schneller bewegen und sich unserer Puls erhöht. Wer in dieser Phase aufwacht, kann sich in der Regel an seinen Traum erinnern. An die schönen Träume, aber auch an die Alpträume. Leider.

Abgesehen von den chronischen Alpträumen oder der nächtlichen Verarbeitung eines erlebten Traumas, bei denen man auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen sollte, brauchen sich Eltern nicht allzu große Sorgen machen. Angstträume gehören oft zur normalen Schlafentwicklung. Schließlich verarbeiten wir in unseren Träumen die Ereignisse des Tages. Manche Kinder durchleben ihre Geschehnisse dabei intensiver als andere. Es wurde ebenfalls vermutet, dass vor allem kreative und sensible Menschen zu Alpträumen neigen.

Wie wird man nun die lästigen Gespenster, Vampire, Schatten und Riesenspinnen los?

Einem Kind den Alptraum ausreden zu wollen, es auszulachen, auszuschimpfen oder zu bestrafen hat keinen Sinn. Kinder brauchen nach solch einem angstauslösenden Erlebnis sehr viel Liebe, Zuwendung und Streicheleinheiten. Eltern können ihre Kinder auch mit den Worten trösten, dass es nur ein Traum war und ihnen klar machen, dass sie ja ganz in der Nähe sind und auf sie aufpassen. Die Kleinen dürfen auch mal mit ins Elternbett, aber Vorsicht! Das sollte nicht zur Gewohnheit werden!

Kinder und Eltern können auch aktiv gegen die Alpträume vorgehen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Zauberspruch gegen böse Nachtgeister. Ihr könnt Euren Kindern auch ein hübsches Nachtlicht anmachen, welches die guten Schlaffeen anlockt oder einen Traumfänger an das Bett hängen. Werft doch mal einen Blick auf die Internetseite von geo.de, auf der findet ihr viele tolle Ideen wie man Traumfänger selber basten und gestalten kann. Auch ein ganz bestimmtes Kuscheltier mit magischen Anti -Alptraumfähigkeiten kann oft schon helfen.

Wenn Kinder nicht von ihrem Alptraum erzählen wollen, dann sollte man sie auch nicht dazu zwingen oder drängen. Allerdings könnten die Kleinen am nächsten Morgen ein Bild über ihre nächtlichen Erlebnisse zeichnen und dieses Stück Papier dann zerreißen und wegwerfen.

Für viele weitere Ideen solltet Ihr mal einen Blick auf diese, tolle Seite werfen: http://www.babycenter.de.

Was kann meine Spielzeugkiste für Euch tun?

Natürlich würden wir am liebsten alle bösen Träume der Kleinen fernhalten oder verjagen, aber das überlassen wir dann doch lieber Euch Eltern. Wir können allerdings dafür sorgen, dass die Kinder am Tag tolle Erlebnisse haben von denen sie dann hoffentlich auch träumen werden. Mit Meine Spielzeugkiste kommen regelmäßig spannende und neue Spielzeuge direkt zu Euch nachhause. Wie wäre es zum Beispiel mit dem Liederbuch von Fisher Price? Damit können die Kleinen abends alle schlechten Gefühle wegsingen. Am besten geht das natürlich mit den Eltern zusammen.

Fazit: Das Allheilmittel „Liebe“ wirkt auch bei Alpträumen

Träume sind Schäume. Das mag wohl stimmen. Aber sie können gerade für Kinder trotzdem sehr belastend und angstauslösend sein. Was hilft es da, wenn man weiß, dass sie nicht real sind. Angst ist Angst. Aus diesem Grund sollten Eltern auch sehr sensibel mit ihren Kleinen umgehen. Sie trösten und ihnen Zärtlichkeit entgegen bringen. Für die richtige Ablenkung sorgen dann schon wir: Das Team von Meine Spielezugkiste mit tollen und abwechslungsreichen Spielideen. Werft doch mal einen Blick auf unsere Website: www.meinespielzeugkiste.de

Über Linda Reimer

Ich bin die Psychologiestudentin Linda Reimer und schreibe für den Blog von Meine Spielzeugkiste. Und nur zu Erinnerung: Ich gebe hier nur Ratschläge und Empfehlungen. Ihr entscheidet letzten Endes selbst. Meine Tipps ersetzen auch keinen Arztbesuch oder ähnliches. Also viel Spaß beim Lesen! Eure Linda ;)

2 Antworten auf Kleine Träumer, große Angst –Was kann man gegen Alpträume tun?

  1. Sonja Oktober 1, 2015 at 10:25 #

    Hallo,
    ich habe mit meinen Töchtern ‚Traumboxen‘ gebastelt. Das sind einige verschieden große hübsche Boxen, die man auch noch bekleben oder gestalten kann. Und darin liegen Erinnerungen an schöne Dinge, zum Beispiel Postkarten vom Urlaub, schöne Steine, Muscheln oder jetzt im Herbst Kastanien, Eicheln etc. Oder Ausschnitte aus dem Playmobil-Katalog eignen sich auch ganz gut mit z.B. Spielplatz-Szenen, Schwimmbad oder so. Abends suchen wir eine der Boxen aus, schauen uns die Sachen darin an und sprechen darüber. Die Box bleibt geöffnet zwischen den Betten stehen. So gehen sie mit schönen Erinnerungen und Gedanken ins Bett. Manchmal hält es vor.. aber natürlich gibt es immer noch Nächte, in denen mindestens eine von beiden meint, sie könnte nicht wieder einschlafen. Ich bilde mir aber ein, dass diese weniger geworden sind 😉

  2. Denis Oktober 12, 2015 at 17:08 #

    Wow, sehr schöne Zeilen! Mein kleiner Sohn hatte auch Alpträume und Liebe ist da das richtige Wort ! Sehr interessanter Beitrag, weiter so 🙂

    Beste Grüße Denis

Schreibe einen Kommentar