„Mama, wie finde ich Freunde?“- 10 Tipps zur Unterstützung bei der Freunde-Suche!

Keine leichte Frage, das gebe ich zu. Gute Freunde zu finden, ist wahrlich nicht einfach. Besonders wenn Deine kleine Maus eher zurückhaltend ist und Probleme hat, auf fremde Leute zuzugehen. Aber mit etwas Wissen und ein paar kleinen Tipps, kannst Du Deinem Kind auch hier ein wenig unter die Arme greifen.
Am Anfang ist es wichtig zu wissen, dass sich Freundschaften je nach Alter stark unterscheiden. Je jünger das Kind ist, umso weniger spielt zum Beispiel das Geschlecht eine Rolle.

Freundschaften verändern sich im Laufe der Zeit

Kleinkinder

Im Alter von 0-3 Jahren fühlt sich Dein Baby zwar schon zu bestimmten anderen Kindern hingezogen, im Grunde kreist Dein Nachwuchs aber noch umeinander herum. Das ist nicht weiter verwunderlich, da er erst die Sprache und das Verhalten für eine tiefgreifendere Kommunikation erlernen muss.

Kindergarten

Richtige Kinderfreundschaften entstehen erst ab dem dritten Lebensjahr. Im Kindergarten hat der Begriff „Freund“ viel mit dem Spielen an sich zu tun. Dabei kann es oft vorkommen, dass ein Freund von gestern heute schon vergessen ist. Dein Kind ist viel mehr auf der Suche nach einer netten Person, mit der es Spaß macht zu spielen. Daher wird sich Deine Maus meistens die Gesellschaft von jemandem mit den gleichen Interessen suchen. Natürlich kann sich aus einer dieser Zweckbeziehungen auch eine langjährige Freundschaft entwickeln.

Grundschule

Ab dem Grundschulalter geht darum, seinen Platz in einer Gruppe zu finden. Man sucht sich Verbündete. Diese teilen meistens auch noch die gleichen Interessen, jedoch spielt jetzt auch die Persönlichkeit eine entscheidende Rolle. Freundschaften können auch in dieser Zeit noch recht temporär sein. Doch Kinder lernen auch, was es heißt, sich emotional an Menschen zu binden und sich gegenseitig zu unterstützen.

Unsere 10 Tipps zur Unterstützung Deines Kindes


1. Selbstwertgefühl steigern

Damit Deine Maus andere Kinder ansprechen kann, ist es wichtig, dass sie ein gesundes Selbstbewusstsein aufbaut. Dabei hilft es, wenn Du Dein Kind im Umgang mit anderen öfter lobst. So kannst Du zum Beispiel hervorheben, wie großartig Du es findest, dass es ein Spielzeug geteilt oder sich für jemanden eingesetzt hat.

2. „Spielregeln“ erklären

Es ist sehr wichtig, dass Dein Kind früh lernt, auf was es bei dem Umgang mit anderen achten muss. Schließlich will niemand mit jemanden spielen, der nicht teilen kann und schnell unfair wird. Daher sind Toleranz, Fairness und auch Nachgiebigkeit Werte, die das Finden von Spielkameraden erheblich erhöhen.

3. Eisbrecher

Wenn Du oft Sätze hörst wie: „Ich traue mich nicht“, „Die kennen mich doch gar nicht“, hilft es vielleicht, wenn Du Deinem Spatz ein paar kleine „Eisbrecher“ mitgibst. Welches Kind freut sich z.B. nicht über Bonbons oder über selbstgemachte Muffins. Es sollte nur nicht zur Gewohnheit werden, schließlich kann man sich seine Freunde auch nicht kaufen.

4. Filme und Bücher über Freundschaften

Es gibt so viele Beispiele von Kindheitshelden, die uns das Konzept der ewigen Freundschaft vorleben. Wenn Du die Geschichten, Filme oder Hörspiele mit Deinem Kind teilst, lernt es was Freundschaft bedeutet. So kann es Parallelen in seinem eigenen Leben finden und strebt einer eigenen festen Freundschaft nach.

5. Die Freunde – Wahl liegt beim Kind

Es ist leider wahr, man kann sich die Freunde seiner Kinder nicht aussuchen. Wie passend wäre es, wenn sich die Sprösslinge der Freunde, mit dem eigenen Nachwuchs verstehen würden. Letztendlich weiß man doch aber meistens ganz gut, welcher Mensch zu einem passt. Wenn Freunde sehr unterschiedlich sind, kann das nämlich auch sehr vorteilhaft sein. Die Kinder ergänzen sich und können voneinander lernen. So lange es keine spürbare Unterdrückung, Gewalt oder zurückführende negative Beeinflussung gibt, solltest Du versuchen, es zu akzeptieren.

6. Freizeitsport – gleiche Interessen teilen

Wenn wir mit Menschen Gemeinsamkeiten haben, bringt uns das automatisch näher zusammen. Daher ist es sehr förderlich, Dein Kind je nach seinen Interessen z.B. im nächsten Fußballverein, bei Tanzstunden oder in einem Zeichenkurs anzumelden. Dort trifft es auf Gleichgesinnte und kann neue Freunde finden.

7. Sei Du selbst

Das Wichtigste ist, dass Du Deinem Kind nie das Gefühl gibst, als würde etwas nicht mit ihm stimmen. Letztendlich müssen Freunde Dich um deines Selbstwillen lieben. Man sollte trotzdem immer versuchen an sich zu arbeiten. Es ist nun mal so, dass bestimmte Eigenschaften wie Zickerei, Überheblichkeit oder Protzerei in einer Gruppe nicht wirklich gut ankommen. Dann liegt es an Dir, Deinem Kind sanft aber bestimmt über sein Fehlverhalten aufzuklären.

8. Nicht überfordern

Sollte Dein Kind mit Situationen überfordert sein, in denen es viele neue Menschen treffen muss, versuche Umgebungen zu schaffen, in denen es sich wohl fühlt. Lade doch mal einen potenziellen Spielkameraden zu Euch nach Hause ein. In dem eigenen Spielzimmer ist man schließlich selbst der Herr im Haus.


9. Vorbildfunktion der Eltern

Wie du mit Deinen Bekannten und Freunden umgehst, prägt übrigens auch wie Dein Kind neue Kontakte knüpft. Lade doch gerne mal Bekannte, Nachbarn und Freunde zu Euch ein und lebe Deinem Kind einen guten Gastgeber vor.

10. Das kommt von ganz allein!

Auch wenn Du Deinem Kind hier und da einen kleinen Schubs geben kannst, ist es wichtig, dass es sich nicht verrückt macht. Eine tiefe Freundschaft braucht Zeit, um sich entwickeln. Die Freunde werden schon kommen. Schlussendlich ist das wie bei jeder guten Beziehung, sie entstehen, wenn man nicht darauf vorbereitet ist.

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