Dein Baby schläft nicht ein? Das Durchschlafen ist ein Problem und Deine Nerven sind strapaziert? Ich zeige Dir 10 Möglichkeiten, durch die Dein Baby schlafen kann. Denn erholsamer Schlaf ist sowohl für Kinder als auch für Erwachsene eine notwendige Voraussetzung, um Energie für den nächsten Tag zu tanken. Für Babys ist Schlaf insbesondere für das Wachstum und die Entwicklung wichtig. Deshalb ist es notwendig zu wissen, wie viel Schlaf Babys brauchen, wie ihr Schlafrhythmus ist und wie Du beim Ein- und Durchschlafen helfen kannst.

Baby schlafen
Babys schlafen in der ersten Zeit 16 – 18 Stunden am Tag.

Ab wann schlafen Babys durch?

Ab wann ein Baby durchschlafen kann, steht in Verbindung mit dem Reifeprozess des Gehirns. Hier gibt es individuelle Unterschiede. Neugeborene wachen durch ihren großen Appetit nachts alle zwei bis vier Stunden auf, um zu trinken. Die Schlafintervalle verlängern sich mit der Zeit. In einem Alter von 6 Monaten können Babys bis zu 9 Stunden ohne Unterbrechung durchschlafen. Die Ausnahme bilden Babys, die erst ab 18 Monaten eine ganze Nacht durchschlafen. Wenn Dir die Schlaflosigkeit Deines Babys Sorgen bereitet und Du unsicher bist, ob eine Schlafstörung vorliegt, bespreche dies mit Eurem Kinderarzt.

Wie viel Schlaf braucht Dein Baby?

Weißt Du, wie viel Schlafbedarf Dein Baby hat? Kennst Du den Schlafrhythmus von Babys, Kleinkindern und älteren Kindern? Ich verrate sie Dir. Bitte beachte, dass das Schlafbedürfnis und der Schlaf- sowie Tagesrhythmus sehr individuell ist. Ist Dein Kind trotz 2 abweichender Stunden von der Norm aufgeweckt, gesund und fröhlich? Dann fehlen ihm diese 2 Stunden sicher nicht.

Schlafbedarf bei Neugeborenen

Frisch auf die Welt gekommen, verschlafen Neugeborene fast alles. Denn sie brauchen zwischen 16 und 18 Stunden Schlaf am Tag, die eine Hälfte tags- die andere nachtsüber. Doch schlafen sie nicht mehr als 1,5 bis 3 Stunden am Stück. Neugeborene verarbeiten viel, weshalb ihr Schlaf durch ausgeprägte Tiefschlafphasen unruhig wirken kann.

Schlafbedarf mit drei Monaten

Mit drei Monaten ist Dein Baby schon fast ein Nachtschläfer. 50% der Babys schlafen nachts zumindest 5 Stunden. Insgesamt kommen Babys in dem Alter auf 14 bis 15 Stunden Schlaf am Tag. Auch Dein Schlafrhythmus kann sich nun wieder normalisieren.

Schlafbedarf zwischen 4 – 6 Monaten

Etwas weniger, nämlich 13 bis 14 Stunden, schlafen Babys mit 4 bis 6 Monaten. 3 Stunden nimmt der Tagesschlaf ein. Optimal ist, wenn Dein Baby 1,5 Stunden am Vor- und 1,5 Stunden am Nachmittag schläft.

Schlafbedarf ab 7 Monaten

Im Alter von 7 Monaten benötigt Dein Baby mindestens 11 bis 12 Stunden Schlaf. Wenn die Schlafphasen vom Vor- und Nachmittag verbunden werden, kann es in der Nacht durchschlafen.

Schlafbedarf ab 1 Jahr

Ab 1 Jahr haben Babys einen Schlaf-Wach-Rhythmus. Dieser zeichnet sich durch eine lange durchgehende Schlafperiode in der Nacht aus. Der Tagesschlaf ist kurz, auf den Morgen und Nachmittag begrenzt. Insgesamt benötigen Einjährige 12 bis 14 Stunden Schlaf, sonst sind sie unausgeglichen. Kleinkinder bis 5 Jahre benötigen hingegen nur noch 12 Stunden Schlaf. Kinder im Vorschulalter schlafen etwa 10 bis 12 Stunden.

Baby zum Schlafen bringen –
10 Tipps zum Ein- & Durchschlafen

Jedes Baby hat unterschiedliche Bedürfnisse und demnach auch andere Probleme, wenn es um das Thema Schlaf geht. Daher möchte ich Dich dazu ermutigen, auszuprobieren. Finde selbst heraus, was für Dein Kleines am besten funktioniert – Du kennst seine Bedürfnisse am besten. Von Familienbett über Nestchen bis hin zum eigenen Zimmer, wann und wie Babys schlafen, ist vom persönlichen Empfinden der Eltern genauso abhängig wie von der Kultur, in der ein Kind aufwächst. Ich gebe Dir 10 Tipps als Anregung, dann werden Probleme beim Ein- und Durchschlafen hoffentlich bald der Vergangenheit angehören.

1. Regelmäßigkeit schaffen

Babys brauchen Routine, in der sie sich sicher und aufgehoben fühlen. Du gibst Deinem Kind den Tagesrhythmus und auch die abendliche Schlafenszeit vor. Es ist wichtig, dass der Tagesablauf stets gleich bleibt und Dein Schatz weiß, was als nächstes kommt. Eine Zubettgehzeit zwischen 19 und 21 Uhr ist angemessen.

2. Nähe geben

Eine mögliche Ursache für die Einschlafprobleme Deines Babys kann auch fehlende Nähe sein. In den ersten Monaten wollen Babys möglichst nah bei Mama und Papa schlafen. Lass Dein Kind daher in der ersten Zeit im Beistellbett neben dem Elternbett oder im Elternbett schlafen. Auch das Pucken kann Babys sehr gut beim Einschlafen helfen. Dabei werden Babys fest in eine Decke gewickelt, was sie an die Geborgenheit der Gebärmutter erinnert. Das gibt ihnen damit Halt und Sicherheit.

3. eigenes Bettchen geben

Babys schlafen am besten in einer vertrauten Atmosphäre, in der sie sich sicher und geborgen fühlen. Beim Thema Bettchen gibt es so viele Meinungen wie es Mütter gibt. Ist es richtig, das Baby alleine schlafen zu lassen? Dazu gibt es zahlreiche Studien. Einige Wissenschaftler meinen, dass Babys im eigenen Bett oder Nestchen, aber auf jeden Fall im Zimmer der Eltern schlafen sollen, bis sie mindestens ein Jahr alt sind. Die Nähe der Eltern vermittelt Geborgenheit und das Kind orientiert sich an deren Atemrhythmus. So werde das Risiko des plötzlichen Kindstods gesenkt. Neue Studien widersprechen dieser Annahme: Das Baby schlafe mehr, wenn es das im eigenen Zimmer tut. Dann schliefe es im Alter von 4 Monaten 45 Minuten länger am Stück, bei den neun Monate alten Kindern waren es sogar eine Stunde und 40 Minuten!

Baby schläft nicht
Dein Baby sollte sein eigenes Bettchen haben.

Manche Forscher empfehlen, Babys mit sechs Monaten ins eigene Reich umzusiedeln und nicht länger damit zu warten. Viele Kinderärzte und Schlafexperten hinterfragen die Empfehlung, sich bis zu einem Jahr das Zimmer zu teilen. Kinder im zweiten Lebenshalbjahr beginnen, Trennungsängste zu entwickeln, die es problematisch machen, den Ort zum Schlafen erst danach zu tauschen. Wäge also ab, ob Du Deinem Kind sein eigenes Reich zuweist, oder es lieber bei Dir schlafen soll.

Wichtig: Benutze das Bett niemals als Ort der Bestrafung, etwa für eine Auszeit! Das Bett soll ein Ruhe- und Wohlfühlort sein.

4. Ruhephase beachten

Fernsehen oder Toben, Smartphones, Zuckerhaltiges oder laute Spiele – das alles kratzt auf. Wähle eine Stunde vor dem Zubettgehen ruhige Beschäftigungen im Sitzen (z.B. Basteln), leise Musik, entspannende Geschichten oder eine warme Badewanne. Die ganze Familie soll zur Ruhe kommen: Drehe TV oder Musik leiser, dämpfe die Lautstärke der Unterhaltungen und dämme die Lichter im Haus.

5. Gute-Nacht-Ritual einhalten

Routine ist das A und O: Führe ein Abendritual ein, welches jeden Tag gleich abläuft. Bei einem Baby gehören z. B. das Füttern und Aufstoßenlassen, Wickeln, Schlafanzuganziehen und ein Schlaflied spielen sinnvoll. Vorlesen ist für mich ein absolutes Muss. Bei einem größeren Kind dürfen die Gute-Nacht-Geschichte, abendliches Kuscheln und ein kurzes Gespräch über den Tag nicht fehlen.

6. Tagesschläfchen festlegen

Babys schlafen anfangs 16 bis 18 Stunden am Tag. Vor der abendlichen Schlafenszeit sollte Dein Baby spätestens vier Stunden wach gewesen sein. Wecke es durch sanftes Streicheln oder Ansprechen auf. Lasse Dein Baby in den ersten vier Lebensmonaten tagsüber ohne Abdunkelung des Raumes schlafen, damit es sich leichter auf den Tag-Nacht-Rhythmus einstellen kann.

Baby einschlafen
Dein Baby zum Einschlafen zu bringen, ist nicht so schwierig.

7. “Tag” und “Nacht” beibringen

Die Nacht ist die Zeit des Schlafens und der Tag die Zeit des Wachseins – das ist etwas, was Dein Kind noch lernen muss. Signalisiere das Deinem Liebling konsequent, indem Du nur wenig Licht machst und leise nur das Nötigste sagst. Sei geduldig, auch wenn Dein Kind immer wieder aufsteht. Bring es immer wieder zu Bett und beruhige es, z.B. mit Gute-Nacht-Geschichten oder Schlafliedern. Die Nacht ist keine Zeit der Wanderung.

8. nächtliche Ängste nehmen

Viele Babys und Kinder haben Angst im Dunkeln und stehen deshalb immer wieder im Elternschlafzimmer. Gegen die weit verbreitete Angst hilft ein schwaches Nachtlicht und/ oder die nur angelehnte Zimmertür. Gegen Trennungsängste helfen auch ein oder zwei heiß geliebte Kuscheltiere, Schnuffeltücher oder Lieblingspuppen im Bettchen.

9. Trost spenden

Dein Baby schreit im Schlaf? Sieh nach ihm, gehe aber gelassen mit der Situation um. Dein Baby braucht jetzt Geborgeneit und Nähe. Beruhige es, indem Du es streichelst und ihm gut zuredest. Wenn Du die Windel wechselst, dann ohne das Baby aus dem Bett zu nehmen oder das Licht anzudrehen. Gehe aus dem Zimmer, nachdem sich das Baby beruhigt hat. Gehe aber auf alle Fälle sicher, dass es nicht schreit, weil es krank ist oder Schmerzen hat.

10. Kinderarzt besuchen

Dein Baby schreit jede Nacht und ist nicht zu beruhigen? Um mögliche körperliche Ursachen hartnäckiger Schlafprobleme bei Babys abklären zu lassen, solltest Du es ärztlich untersuchen lassen. In den seltensten Fällen sind jedoch organische Probleme die Ursache für Schlafstörungen bei Babys.

Einschlafhilfen für Babys bei Meine Spielzeugkiste

Mobiles wie das Wilde Tiere Mobile, Hörspiele wie Tonies – Der kleine Prinz oder Gute-Nacht-Geschichten wie “Wenn kleine Tiere müde sind” sind tolle Möglichkeiten, Deinem Baby beim Einschlafen zu helfen. Mithilfe dieser Spielzeuge wird Dein Kind in süße Träume finden und beruhigt einschlummern. Wähle Deine Lieblingsspielzeuge bei Meine Spielzeugkiste aus und tausche sie, so oft Du möchtest.

2 Kommentare

  1. Meine Nichte schreit in der letzten Zeit jede Nacht und ist nicht zu beruhigen. Meine Schwester glaubt, dass es für Baby normal ist. Ich denke aber ganz oft an meine Nichte und habe gerade herausgefunden, das Baby auch Schlafprobleme haben kann. Ich werde meine Schwester vorschlagen, meine Nichte zu Kinderarztpraxis zu bringen, um ärztliche Untersuchung zu bekommen.

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