Spielend die Sinne erforschen

Gehe mit Deinem Kind auf eine Erlebnisreise und erkunde spielerisch unsere 5 Sinne. Ohne sie wären wir, mal streng genommen, nicht wirklich lebensfähig. Weil sie so wichtig sind, sollten sie auch schon im jungen Alter geschult werden. Kinder erleben ihre Umwelt noch viel intensiver als wir Erwachsenen. Mit diesen Spielideen soll Dein Kind lernen, sich bewusst auf seine 5 Sinne zu konzentrieren. Wir wünschen Euch viel Spaß beim Ausprobieren!

Duft Memory Spiel

Du kennst sicher das klassische Memory Spiel. Hier geht es darum sich Bilder und ihre Positionen so gut wie möglich einzuprägen, um das passende Gegenstück zu finden. Dieses Mal sollen aber nicht die Augen die Arbeit erledigen, sondern die Nase!

Was Du dafür brauchst:

  • 12 kleine Dosen (z.B. Filmdosen)
  • 6 verschiedene Gerüche (Kräuter wie Petersilie, Parfüm, Zwiebel, Blumen etc.)
  • Beschreibung
    Befülle jeweils 2 Dosen mit demselben Geruch und schreibe den enthaltenden Geruch auf die Unterseite jeder Dose. Anmerkung: Ihr könnt natürlich auch mit mehr als 6 Gerüchen spielen! Alle Behälter werden jetzt gemischt auf dem Spielfeld verteilt. Nacheinander darf jeder Spieler an 2 Dosen riechen. Wenn die Gerüche nicht zusammenpassen, muss er die Dosen zurückstellen. Sollte jemand der Meinung sein ein Pärchen gefunden zu haben, dürfen erst die anderen Spieler an den Dosen riechen, bevor die Unterseiten der Behälter kontrolliert werden. Wer am Ende die meisten Dosen erschnüffeln konnte, ist der Sieger!
    Tipp: Das ganze lässt sich auch ganz leicht zu einem Klang-Memory umwandeln. Dabei werden die Düfte in den Dosen durch beispielsweise Erbsen und Nägel ersetzt.

    Blindessen

    Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht. Diese Regel befolgen zumindest viele Erwachsene, wenn es um ihr Essverhalten geht. Besonders, wenn sie das Essen nicht mal sehen können! Kinder sind in dieser Hinsicht noch deutlich neugieriger. Bei dem nächsten Spiel wird der Geschmacksinn Deines Kindes nicht nur getestet, sondern bestenfalls sogar erweitert.

    Alles was du dafür brauchst:

  • einen Löffel
  • Essen, das Dein Kind bereits kennt (z.B. Obst, Süßigkeiten, Brot etc.)
  • Essen, das Dein Kind noch nicht probiert hat (z.B. Kohlrabi, Granatapfel etc.)
  • Augenbinde
  • Beschreibung
    Schneide die Lebensmittel in mundgerechte Stücke. Verbinde Deinem Kind die Augen und lass es erraten, um welche Lebensmittel es sich handelt. Am besten soll es den Geschmack auch versuchen zu beschreiben. So entdeckt es vielleicht ganz neue Sachen, die ihm super gut schmecken!

    Ich höre was, was du nicht hörst?

    Das Spiel heißt eigentlich anders? Ja das stimmt, aber es lässt sich ganz leicht abwandeln. Wenn Du das nächste Mal mit Deinem Kind spazieren gehst, fordere es doch mal dazu auf, seine Augen zu schließen und alle Geräusche zu nennen, die es hören kann. Kann es auch sagen, aus welcher Richtung sie kommen? Man glaubt gar nicht wie viele Töne wir unbewusst wahrnehmen.

    Stille Post

    Ein Klassiker darf in unserer Liste natürlich auch nicht fehlen. Außerdem ist es ein sehr lustiges Partyspiel. Dabei geht es um besonders gutes Zuhören!
    Einer aus der Gruppe darf sich einen Satz ausdenken. Dieser wird dann immer einer Person weiter ins Ohr geflüstert. In den seltensten Fällen hat der Satz am Anfang noch etwas mit dem am Ende zu tun. Die letzte Person muss den Satz laut aussprechen. Ist er richtig?

    Was fehlt?

    Ein ebenfalls weit verbreitetes Spiel, welches auch oft in Rätselzeitungen zum Einsatz kommt, ist das Suchen nach Fehlern. In der Art lässt sich das auch ganz einfach Zuhause nachmachen.

    Was ihr dafür braucht:

  • ein Tablett
  • ca. 10 kleine Dinge aus Eurem Haushalt
  • Beschreibung
    Alle Sachen werden auf dem Tablett platziert. Jetzt hat Dein Kind 30 Sekunden Zeit, sich alle diese Dinge einzuprägen. Danach muss es sich umdrehen. In der Zeit nimmst du einen Gegenstand weg und legst die restlichen an eine andere Stelle. Dein Kind darf jetzt einen erneuten Blick drauf werfen. Erkennt es, welcher Gegenstand nicht mehr da ist?

    Daumenkino

    Zeichnet Dein Kind sehr gerne? Dann wird es an einem Daumenkino sicher sehr viel Spaß haben. Das Großartige ist nämlich, dass die Bilder zum Leben erweckt werden! Unsere Augen sind doch schon sehr erstaunlich – wie schnell sie einzelne Bilder miteinander verknüpfen können.

    Was brauche ich für mein Daumenkino:

  • 1 Schere
  • 1 Lineal
  • 1 Bleistift (Kugelschreiber oder Feinliner)
  • 1 Radiergummi
  • verschiedene Buntstifte
  • Papier oder Bastelkarton
  • Büroklammer und Tacker
  • Beschreibung

    Vorbereitung:
    Bevor es mit dem Zeichnen losgehen kann, braucht man erstmal eine Geschichte. Diese muss nicht kompliziert sein und sollte auch nur 1-2 Hauptpersonen enthalten. Wie wäre es denn z.B. mit einem Küken, das aus seinem Ei schlüpft? Nun ist es wichtig, sich so genau wie möglich den Ablauf von dieser kurzen Sequenz zu überlegen. Umso kleiner die Veränderungen zwischen den Bildern, desto realistischer wird der Film am Ende aussehen. Ist das freie Zeichnen zu schwierig, kann Dein Kind ganz einfach eine Schablone nehmen.

    Durchführung:
    Es ist wichtig, dass alle Deine Seiten des Daumenkinos gleich groß sind. Es würde sich ein Rechteck eigenen, welches 6 cm hoch und 11cm lang ist. Fertige am besten eine Schablone an und zeichne dann je nach Länge des Daumenkinos die Schablone zw. 20-40mal auf das Papier. Jetzt müssen die Seiten nur noch ausgeschnitten werden.

    Wichtig: Auf der linken Seite muss ein 2 cm Rand frei bleiben, wenn die Seiten bemalt werden. Dort können die Seiten durchnummeriert und am Schluss zusammengetackert werden. Dein Kind wird Augen machen, wenn sich die Bilder anfangen zu bewegen!

    Fühlkisten

    Hier kommt ein Spiel für die etwas Mutigeren unter Euch. Wieso haben wir Angst im Dunkeln und schrecken zurück, wenn uns etwas berührt? – richtig, weil wir nicht sehen, was es ist. Dieses Gefühl, dass man nicht weiß, was auf einen zu kommt, spielt bei unserem nächsten Spiel eine sehr wichtige Rolle.

    Was wird benötigt:

    • ein Schuhkarton
    • Dinge, die man erfühlen soll – am lustigsten sind Sachen, die sich sehr seltsam anfühlen (z.B. Fellmütze, Glibber oder Litschi, Kamm, Wärmekissen etc.)

    Schneidet in den Schuhkarton oben ein Loch hinein, durch die Dein Kind seine Hand stecken kann. Jetzt sucht sich jeder eine bestimmte Anzahl an Gegenständen, die der andere erraten soll. Diese werden dann jeweils in den Schuhkarton gelegt. Um ganz sicher zu gehen, dass der Gegenstand nicht durch das Loch gesehen werden kann, macht derjenige, der fühlen muss, am besten die Augen zu. Wer am Ende die meisten Sachen erraten konnte, gewinnt das Spiel! Spaß macht es auf jeden Fall!

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