Bei 35 Grad Celsius Außentemperatur können wir nichts anderes tun als mit der Familie an den See oder ins Freibad zu fahren. Die Kinder spielen und planschen bis die Finger schrumpelig und die Lippen blau werden. Viele sind mit 6 Jahren bereit zu tauchen und zu schwimmen. Da ist es an der Zeit, die Schwimmhilfen zur Seite zu legen und es richtig zu lernen – ich zeige Dir, wie Du es Deinem Kind beibringst.

Schwimmen lernen

Ab wann sollte Kinder das Schwimmen lernen?

Ab frühestens 5 Jahren klappt das Schwimmen. Aber in diesem Alter sollten Kinder erst mit dem relativ einfachen Bewegungsablauf des Kraulens beginnen, der noch keine regelmäßige Atmung erfordert.

Ab 6 Jahren kann Dein Kind dann auch das Brustschwimmen meistern. Denn die motorisch schwierigen Bewegungsabläufe funktionieren erst, wenn die körperlichen Voraussetzungen dafür gegeben sind. Das Zusammenwirken von Armen und Beinen erfordert eine gute Körperkoordination – diese haben Kinder erst ab dem Schulalter. Das Schwimmenlernen kann einige Wochen beanspruchen. Deshalb solltest Du regelmäßig üben.

Wie Kinder Schwimmen lernen – Tipps zum Beibringen

Wenn ein Kind schwimmen lernt, sollte das zusammen mit einer Person geschehen, der das Kind vollends vertraut. Fühlst Du Dich selbst nicht so sicher im Wasser, solltest Du lieber einen Schwimmlehrer organisieren. Für all die, die es selbst in die Hand nehmen möchten, habe ich die wichtigsten Schritte dokumentiert. Mit etwas Geduld und viel Übung könnt Ihr schnell erste Erfolge verzeichnen.

1. Gute Voraussetzungen schaffen

Dein Kind braucht Platz zum Üben und soll nicht von neugierigen Blicken gehemmt werden. Wähle also einen Ort und eine Zeit, in welcher nicht so viele Leute im Freibad oder Schwimmbad sind. Du solltest Dein Kind früh an das kühle Nass gewöhnen, also schon im Kleinkindalter. Mit Spielzeug oder Wasserspielen und regelmäßigem Kontakt mit Wasser nimmst Du die Angst auch vor tieferen Gewässern. Wenn Dein Kind richtig schwimmen lernt, soll es Spaß machen. Übe also keinen Druck aus, sondern hab viel Geduld und Einfühlungsvermögen, auch wenn es mal nicht so richtig klappt. Das Rezept lautet: Ruhe bewahren, viel loben und immer wieder ermutigen.

2. Mit der Beinarbeit beginnen

Fast jeder hat es so gelernt und noch heute wird es so gelehrt: Man beginnt mit den “Froschbeinen”. Übt zunächst am Beckenrand sitzend die Beine wie ein Frosch zu bewegen. Anschließend geht es ins Wasser. Dein Kind hält sich am Beckenrand fest und Du stützt es an Bauch und Hüfte, sodass es liegt. Nun kann es die “Frosch-Schwimmbewegungen” mit den Beinen üben.

3. Die Arme dazu nehmen

Nun kommen die Arme dazu. Auch diese Übung könnt Ihr erstmal am Beckenrand oder auf der Wiese üben. Zeige, wie es geht: Die Finger werden zusammengehalten. Anfangs presst Du die Hände vor der Brust aneinander. Dann schießen die Hände der Länge nach nach vorne. Nun schiebst du “das Wasser” rechts und links zur Seite. Im Kreis gelangen die beiden Hände jetzt wieder vor der Brust zusammen. Das ist wie eine Sonne, die man malt und dann durchschneidet.

4. Alles zusammen üben

Nun geht es an die Koordination von Armen und Beinen im Zusammenspiel. Beginne diese Übung auch erstmal im Trockenen. Anschließend geht es ins nasse Element, wo Poolnoodle, Schwimmkissen, Surfbrett oder Schwimmgurte beim Obenhalten helfen können. Schwimmflügel sind für das Schwimmenlernen ungeeignet. Oder aber Du gibst wieder Hilfestellung. Sag laut im Takt an, was als erstes dran kommt: “Arme”, dann “Beine”. Gegen Ende der Grätsche werden die Arme wieder nach vorne geführt. Achte darauf, dass Dein Kind ruhig atmet.

“Regelmäßig üben” lautet die Devise!

Auch wenn Dein Kind das Schwimmen gelernt hat und in der Grundschule vielleicht das Seepferdchen-Abzeichen geschafft hat, solltest Du mit ihm regelmäßig üben. Sein Können sollte also nicht überschätzt werden. Selbst wenn Dein Schatz schwimmen kann, sollte er nicht unbeaufsichtigt im Wasser spielen, auch wenn Schwimmhilfen dabei sind.

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